Schwein sein?: Ein Ratgeber für Spitzenmanager und solche die es werden wollen


 
Fies-imatenten machen
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Schwein sein?: Ein Ratgeber für Spitzenmanager und solche die es werden wollen (Gebundene Ausgabe) Dieses Buch war äußerst amüsant. Die Tricks zum Aufstieg in die Chefetagen hat wohl jeder schon in der einen oder anderen Form am eigenen Leibe erlebt bzw. gelebt. Zu zufriedenen motivierten Mitarbeitern führen die beschriebenen Techniken nicht. Der Produktivität geht in den Keller. Manager monieren ethisches Verhalten und fördern gleichzeitig Korruption (man sehe z.B. den Siemens-Sumpf oder Mannesmann mit ihren Helden Ackermann und Eser). Ein Gipfel war Weltbank-Präsident Paul Wolfowitz der sein Amt unter folgender Prämisse antrat: "Korruption ist die größte Gefahr für die Demokratie seit dem Kommunismus". Jetzt hat unser Saubermann den Salat. Arroganz und Respektlosigkeit der Elite bis hin zur Missachtung der Justiz. Krähen hacken anderen Krähen keine Augen aus. Es war ja alles korrekt. Hier will das Buch sarkastisch die Augen der Entscheidungsträger öffnen.

Natürlich gibt es noch zusätzliche Kniffe (zu denen im Buch beschriebenen) die den Aufstieg beschleunigen und den Machterhalt manifestieren.

Beliebt und erfolgreich kann auch die Blind Carbon Copy [BCC] im E-Mail sein. In kritischen Situationen immer E-Mails mit BCC Cheffe. Der Gegner sieht nicht annähernd die Gefahr, die in ihren geschickt provokanten Mails schlummert. Im trügerischen Gefühl der Überlegenheit wird der Konkurrenten Mayer dazu verleitet undiplomatisch und besser noch unternehmenskritisch zu antworten. So entstehen Zweifel an der Integrität des Opfers. Sie bleiben ruhig und schicken erneut ein Mail mit BCC Boss. Dabei streuen sie Salz in die offenen Wunden von Mayer ohne je selbst die Kontenance zu verlieren. Nicht der technische KO ist das Ziel, sondern das Zermürben des Sparring-Partners. Dies über die volle Kampfdistanz.

Da gibt es noch das Prinzip der Selbstbeweihräucherung. Selbstverständlichkeiten des täglichen Arbeitslebens immer wieder als gigantische Leistung verkaufen. Dabei akribisch auf den Fakt Qualität (so arbeiten sie) statt Quantität (so arbeiten die Anderen) hinweisen.

Ist man dann in der Chefetage, dann gilt das Motto nur antworten was persönlich nicht weh tut und leicht zu beantworten ist. Verbirgt eine Anfrage unangenehme Antworten sollte man diese grundsätzlich immer ignorieren. Und das penetrant und kompromisslos. Wenn dann doch eine unangenehme Botschaft verkündet werden muss, lassen sie es Müller tun. Niemals selbst mit den Karten auf den Tisch. Die Belegschaft ist schließlich doof und kapiert das Spiel nicht.

Kleiner Rat. Die Tipps des Ratgebers nicht ernst nehmen. Denn sonst hat der "Provokative Stil ®" des Buchs zumindest bei ihnen versagt.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 10. Mai 2007
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