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Ein Vampir auf Rachefeldzug
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Andreas Reichen, der im letzten Band seine komplette Familie durch einen brutalen Angriff verloren hat, ist in diesem Roman der Hauptprotagonist. Auf seinem Rachefeldzug gegen Wilhelm Roth, der Drahtzieher hinter dem Anschlag, trifft er auf Claire. Sie ist Roths Stammesgefährtin und gleichzeitig Reichens Ex-Geliebte. Sie ist erschüttert, was aus Reichen geworden ist: ein flammendes Inferno. Das ist nämlich seine Gabe, Feuer entstehen zu lassen um damit Gegner auszuschalten. Allerdings ist dies für ihn eher ein Fluch, denn er hat nicht die Macht über seiner Kraft und er gerät in einem Strudel aus Mordlust und kommt der gefährlichen Blutgier immer näher.
Die Blutsverbindung zwischen Roth und Claire ist eher zweckmäßig. Es ist das erste Mal, dass ich bei den Stammesvampiren sowas mitbekomme. Denn ansonsten wurde diese Bindung zwischen einer Menschenfrau und einem Vampir von der Autorin immer als besonders heilig beschrieben. Dass es auch anders sein kann, hat mich ein wenig enttäuscht.
Auch der Orden spielt hier wieder eine große Rolle. Denn Roth ist nicht nur Reichens ärgster Feind, sondern auch Dragos` rechte Hand. Noch haben die Mitglieder Dragos Schlupfwinkel, mit dem Labor und vor allem dem Urvampir, entdeckt. Sie kommen ihm aber immer näher
Sehr deutlich wird in diesem Buch, wie wichtig für die Stammesvampire der familiäre Zusammenhalt ist. Auch der Orden, ursprünglich fast nur männliche Krieger, bekommt immer mehr Zuwachs durch die Partnerinnen und den Nachwuchs. Das macht die Krieger für mich nur noch sympathischer.
Es wird aus Sicht mehrerer Charaktere erzählt: Aus Reichens, Claires und Roths, aber auch wieder aus Dragos und den Ordensmitgliedern. Dadurch lässt sich das Buch angenehm fließend lesen. Auch aufgrund der erotischen Szenen, wovon es jede Menge gab, und durch viel Spannungsaufbau habe ich den Roman schnell zu Ende gehabt.
Ich persönlich hätte das Ende ein wenig anders gestaltet. Circa zwanzig Seiten vor Schluss gab es einen Abschnitt, den ich persönlich viel besser auf der letzten Seite gefunden hätte. Denn das ist der Einstieg zum nächsten Teil, wie ich sofort erkannt habe.
Eine Rezension von cookie1511 "IF" > Issum, NRW
vom 15. Juli 2010 |